Und täglich grüsst das schlechte Wetter….

Wer denkt Immobilienfotografie sei immer bloss eitler Sonnenschein, der täuscht sich.

Vor allem im Winter ist es manchmal eine echte Herausforderung und ein Geduldakt sondergleichen.

Wenn es Tag ein Tag aus entweder schneit oder grau ist, muss man bei den Innenaufnahmen alle möglichen Photoshop-Tricks hervorkramen, damit die Objekte trotz tristem Wetter einen heimeligen und einladenden Eindruck machen.

Die Aussenaufnahmen sind dann nochmals ein Kapitel für sich….
Es ist daher nicht unüblich, dass man dreimal die Woche hoffnungsvoll, mit gepackter Ausrüstung, in den Startlöchern steht, nur um dann fest zu stellen, dass die Wettervorhersage mal wieder falsch lag (und sich die Aufträge langsam aber sicher zu stapeln beginnen, hmmm…).

Wenn sich die Sonne dann doch endlich zeigt, bringt sie nette -10 Grad Celsius mit sich. Aber als Fotograf ist man schliesslich mutig und bibbert auch bei solchen Temperaturen zielstrebig und ohne Handschuhe (wie soll man sonst die Kamera bedienen?) einen ganzen Nachmittag lang vor sich hin. Am Ende scheinen meine Finger am Metall-Stativ festgefroren zu sein, aber hey, man weiss schliesslich nicht, wann uns die nächsten Sonnenstrahlen beehren werden. Die Technik scheint von diesem menschlichen Durchhaltewillen jedoch nicht sonderlich viel zu halten; zumindest nicht meine sonst sehr zuverlässige Drohne. Aus ihrem vorübergehenden Winterschlaf geweckt und sichtlich eher ein Fan südlicherer Gefilde, meldet sie fröhlich vor sich hin, dass die Batterie für einen sicheren Start gut 15 Grad zu kühl sei. Tja, was nun? Körperwärme muss ran und so bleibt mir nichts anderes übrig, als die eiskalte Batterie todesmutig unter meine fünf Kleiderschichten zu stopfen und an meine Haut zu pressen. Nach 5 Minuten habe ich einen gefühlten Eisklotz im Bauch, aber die Batterie ist endlich warm genug, um meine störrische Drohne zum Fliegen zu überreden.

 

Hurra, Bilder im Kasten, ein Hoch auf die winterliche Outdoor-Fotografie J